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[films] schön-schrecklicher chabrolesker film. la tourneuse de pages. franzosen machen einfach die besseren, die subtileren filme. und die hauptdarstellerinnen sind oft junge walloninnen. déborah françois habe ich aus l'enfant nur im unterbewusstsein wiedererkannt. der andere gute film, den ich letztens gesehen habe, war chanson d'amour, wo dépardieu den alternden lokalen schlagersänger spielt und cécile de france seine muse. da kann man scarlett johansson als marilyn monroe ersatz glatt vergessen.
 
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[films] darjeeling limited gesehen und mich geärgert über mich selbst. ungefähr eine stunde gewartet und gedacht, vielleicht ist das ja alles nur vorspiel, vielleicht kommt da noch was. war nicht. through hollow lands. diese schönen, konstruierten bilder. die drei brüder in allen möglichen kameraposen. ganz fürchterlich zum kotzen. völlig berechenbare, sterbenslangweilige, unlustige, stereotype dialoge bei denen man sich am liebsten die ohren zugehalten hätte. wer sieht sich so einen mist an? hatte während des films diesen einfachen gedanken, dass filme einen vor vollendete tatsachen stellen, einen manipulieren, man sieht nur das, was der regisseur einen sehen lassen will. was ja ok ist, wenn man dem regisseur trauen kann. rushmore hatte ich in ganz guter erinnerung, rebellen und outsider - besonders wenn sie jung sind - haben halt immer einen stein in meinem brett. die royal tenenbaums liefen völlig vorbei an mir, nicht mein humor. wes anderson brauch ich in diesem leben garantiert nicht mehr.
 
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[films] Vincent Gallo - Buffalo 66
This is not a road movie. This is not about the Stockholm syndrome. This is not about a loser. This is not about a macho. This is not about the release of a prisoner. This is not about love. This is not about lying. This is not about a fucked-up family. This is neither about basefootball nor about bowling. This is not about the city Buffalo. And still it is about all that. And it doesn't really matter what it is about. What matters is that it is one of those rare films that touch me.

Mickey Rourke's guest appearance as bookmaker is awesome by the way. The first time ever I liked his performance in a film.

Four stars.
 
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[films] La Brèche de Roland, un film assez court (47 minutes) des frères Larrieu sur une famille qui fait une randonnée dans les Pyrénees. Le père veut absolumment monter sur la magnifique bréche de Roland (2804 m) pour une raison personnel. Cette petite étude empathique des relations parfois tendues dans une jeune famille un peu perdu dans la nature offre des très belles images de la montagne et un peu de comédie. Film recommandé qui fait envie d'y aller.

Quatre étoiles
 
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[films] Damals
Ich könnte schreiben, dass ich gestern einen Film gesehen habe, der mich sehr an meine Luxemburger Zeit erinnert hat, L'Auberge Espagnole von Cédric Klapisch. Es geht um das Leben in einer multinationalen Studenten-WG in Barcelona. Wo der Italiener immer zuletzt kommt, die Engländerin die Bude in Schuss hält, der Deutsche humorlos ist und sein Zimmer ordentlich, der Däne seiner Ex ein Kind gemacht hat, von dem er erst Monate später erfährt, die Spanierin rassig ist und der Franzose ganz normal französisch.

Da fallen mir plötzlich sehr viele Namen ein: Costanza, Marc, Laura x2, Peter x2, Lene, Eric, Laurence, Geoff, Graham, Andrew, Simon, Theo, Andrea, Kostas, Lisa, Eva, Lawrence, Jill, Eddie, Anton, Sabine x2, Uli, Luc, Birgit, Olga, Eckhard, Cristina, Ian x2, Patrice, Giovanni, Alexandra, Simone, Sean, Marie-Paule, Douglas, Marie-Agnès, Björn, Louise, Graham, Dominique, Antonio, Tim, Marina, Jens etc. Ein Name für jedes Jahr.

P.S. Weiter geht es: Barbara, Fernando, Berthold, Jacky, Pierre, Sally, Brigitte, Willem, Jean-Jacques, Tony, Richard, Ursula, Giorgio, Olivier, Cathy, Séraphine, Jean-Michel, Lucia x2, Friedrich, Tom, Penny, Yves, Alexis, Isabelle x2, Lars, Daniel x3, Marcelline, Otto, François, Anna, Dorte, Emmanuel, Ruth, Daniela, Christophe, Carlo, Mariette, Anamaria, Debbie, Martina, Gabi, Chiara, Yannis?, Catherine. Hab ich jetzt 100?
 
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[films] Coline Serreau - Saint Jacques... La Mecque
Ultraleichte Komödie um drei zerstrittene Geschwister, die gemeinsam den Jakobsweg von Puy en Velay im Zentralmassiv aus gehen müssen, um das Erbe ihrer Mutter zu bekommen. Alle drei sind Klischeefiguren, sie resolute Gymnasiallehrerin, der eine Bruder gestresster Unternehmer, der andere arbeitsloser Alkoholiker. Zum Teil sehr rührselige Kitschszenen, vor allem die Traumsequenzen und das Ende am Strand in Fisterra. Wenn es gelegentlich um die Mühen und Unbillen des Wanderns geht, wird immer ein blöder Witz gemacht (das Treten in Kuhfladen, das heimliche Wegwerfen von Gepäck etc.). Ziemlicher Mumpitz.

Zwei Sterne. 169 Nutzer der IMDb geben 6,1/10.
 
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[films] Werner Herzog - Stroszek
Dass die Darsteller und die Dargestellten in diesem Film von 1977 dieselben (Vor)namen haben, deutet schon darauf hin, dass es sich um einen realistischen Film handelt. Bruno S., der gerade seinen 75ten Geburtstag feiern konnte, spielt hier nach dem Kaspar Hauser in Jeder für sich und Gott gegen alle zum zweiten und wahrscheinlich letzten Mal die Hauptrolle in einem Herzogwerk. Er spielt sich selbst, ein Berliner Original mit sehr eigener Artikulation, das bis heute in den Hinterhöfen musiziert, in Heimen aufgewachsen ist und nicht in den besten Kreisen verkehrt. Man kann es sich sehr gut vorstellen, wie er drei Jahre zuvor in Cannes während einer Pressekonferenz mit dem Satz "Ich habe heute das erste Mal das Meer gesehen" für eine Sekunde die Zeit hat stillstehen lassen.

Da ist zum einen die authentische Darstellung des Zuhältermilieus mit zwei Profis, dem Ex-Boxer Norbert Grupe (aka Prinz Wilhelm von Homburg) im Pelzmantel und Burkhard Driest, die beide in ihrem wahren Leben lange Jahre im Knast zugebracht haben. Ebenfalls typisch Herzog ist zum andern das Spiel mit den Extremen, es geht los mit dem kleinsten Papierschiffchen der Welt, das ein Mithäftling Bruno am Tag seiner Freilassung schenkt, wird fortgeführt mit der Versteigerung von Bruno's und Eva's mobile home durch den so schnell sprechenden Auktionator, dass man nur noch ein rhythmisches, nasales Gesumme hört, nicht mal mehr eine einzige Zahl. Da hat sich Herzog am Rande der Viehauktionator-WM im Amishland (s. den ebf. auf der DVD befindlichen Film How much wood would a woodchuck chuck) den Versteigerer mit den meisten Silben pro Sekunde ausgesucht, der übrigens lustigerweise nicht gewonnen hat. Und endet mit einem tanzenden und einem klavierspielenden Huhn irgendwo in einem Vergnügungspark (das Wort geht mir nur schwer über die Tastatur) im Süden der USA. Dann erklingt noch ein Schuss, der mit Bruno besetzte Sessellift lässt sich nicht mehr abschalten und fährt genauso wie der Abschleppwagen (ohne Bruno) ewig im Kreis weiter und der American Dream ist ausgeträumt. Den Film hat dann später Ian Curtis an seinem letzten Abend gesehn - eigentlich sollte Joy Divison ja eine US-Tournee machen - und seine Konsequenzen gezogen. Wobei ich gestehen muss, dass ich eigentlich gedacht hatte, der Film wäre düsterer und nicht so tragikkomisch, man kann diese abgedrehte, klischeebeladene Geschichte eigentlich nicht ernst nehmen.

Es gibt viele Passagen, die man lieber nicht gesehn hätte, wie die Szene wo der Fiesling Norbert (oder heißt er Wilhelm?) Bruno auf dem Klavier knien lässt und ihm den Hintern versohlt sowie ihn mit seinen eigenen Glocken drapiert. Und doch ist es ein Film über den man sich hinterher so seine Gedanken macht, über den man herrlich philosophieren kann, dessen Bilder einem nicht so schnell aus dem Kopf gehen.

Drei Sterne. 1.747 Nutzer der IMDb sind gnädiger und geben im Schnitt 8,1/10.
 
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