close your eyes
 

[music, songs] die schiffssirene das schiffshorn am ende von threads, dem letzten lied von third. es geht weiter zu neuen ufern. ich bin gespannt und freu mich schon drauf.
 
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[music, songs] From the I Love Music thread on Portishead's new album Third:

omg the sax solo on "Magic Doors"

-- HI DERE, Monday, May 5, 2008 2:57 AM (Yesterday)

...

That's a sax solo? It sounds like a horse being sucked into a black hole, backwards.

-- Matt DC, Monday, May 5, 2008 3:37 AM (Yesterday)

 
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[music, songs]
Paul wrote this in response to a post-Beatles breakup comment by John Lennon, in which Lennon claimed that the only songs that Paul wrote for the Beatles were "Silly Love Songs."

fast schon zu schön, um wahr zu sein, auf jeden fall, wenn erfunden, dann sehr, sehr gut erfunden. dumme liebeslieder kann es eigentlich nicht geben. vorausgesetzt natürlich, sie sind keine nur für die charts komponierte lieder. dann sind sie aber sowieso nur liebeslieder unter falscher flagge. dumm können wirkliche liebeslieder nur für diejenigen sein, die weder ihr sender noch ihr empfänger sind. und die zählen in diesem zusammenhang sowieso nicht. ja, ich gestehe, ich habe das lied schon immer gemocht. den anfang mit dem rhythmischen klingeln, mccartney's lustig vor sich hin rumpelnden e-bass (ein echter tanzbär), die halleffekte, der naiv-simple text, die relaxedheit, die sonnigkeit. einer der besten songs zum aufwachen. so ein lied am morgen und es kann einem nicht mehr viel passieren den rest des tages. mark kozelek hat silly love songs vor ein paar jahren mit seinen red house painters gecovered. daher komm ich überhaupt drauf. seine version ist fast doppelt so lang (11'11'') und hört sich so unglaublich nach cortez the killer an am anfang, dass man es kaum für möglich hält, dass da noch was anderes kommen soll. er singt sehr langsam, der text ist derselbe, glaube ich, aber er hat die luftig-lockere liebeserklärung in eine zu beginn leicht gelangweilte resignative liebesklage verwandelt. er geht am ende aus sich heraus, mit herzschmerz und so, gottseidank, ansonsten hätte er sich das ganze auch wirklich sparen können. ich kann es verstehen, wenn die leute lieber das original vom sonnyboy mccartney hören.
 
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[music, songs] no expectations
die schönsten momente im leben sind eigentlich immer die, die man nicht erwartet hat, die ohne eigenes zutun über einen gekommen sind. für musik gilt das genauso. vielleicht sogar noch mehr. völlig nichtsahnend habe ich mir vorhin dieses instrumental angehört (link credit to the pinefox). und ich hatte plötzlich so ein kostbares gefühl der durchlässigkeit, der dünnhäutigkeit, der überempfindlichkeit, der fragilität. wie soll ich es beschreiben? meine ganze konzentration war nur noch auf die musik gerichtet, ich wollte sie mit den ohren und dem hirn aufsaugen, nichts verschütten, den genuss bloß nicht durch eine andere gleichzeitige aktivität verwässern. nur noch hinhören und hineinkriechen in das lied. natürlich ist die melodie melancholisch und doch ist das stück gleichzeitig sehr gelassen, es hat etwas souveränes, derjenige, der es komponiert hat, muss lebenserfahrung haben. es ist von lloyd cole, den ich etwas aus den augen verloren habe, von seinem letzten album antidepressant. es heißt how wrong can you be?. und die gesungene version ist auch sehr schön, die zweifelsohne synthetischen streicherklänge am ende sind das sentimentale i-tüpfelchen, ich find sie gar nicht kitschig hier, sie passen, sie gehören dazu. lloyd's stimme ist nicht so affektiert - das ist eigentlich das falsche wort, ich mag seine stimme, aber sie ist einfach zu gut, zu perfekt, zu sexy, ich hab ihn mir früher immer als jemanden vorgestellt, dem die frauen in scharen hinterherlaufen - wie sonst. die beiden versionen sind neben einigen anderen rough mixes hier auf lloyd cole's seite zu finden. die zusammenhänge zwischen den ereignissen in der geschichte, die die lyrics (weiter unten) erzählen, habe ich nicht ganz begriffen. es geht u.a. um mord, eine versteckte kamera, ein schönes mädchen am steuer eines deutschen wagens und die einbildung, frei zu sein.
 
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[music, songs] Portishead - Silence
Das erste Stück auf dem neuen Portishead-Album, das zwar erst Ende April rauskommt, aber bereits im Internet kursiert. Der Titel führt etwas in die Irre. Es wird gesprochen und gesungen. Wenn, dann drückt er wohl eher eine andere Antithese aus, das Ende eines elfjährigen Schweigens der Band, welches in fünf Minuten Musik komprimiert wurde. Ursprünglich hieß das Lied auch anders. Wicca. Eine Art neuheidnischer Hexenkult. Der Anfang des Songs, ein ominöser, gesprochener Teil in brasilianischem Portugiesisch aus der Konserve, fasst einen dem Karma nicht unähnlichen Lehrsatz dieser religiösen Bewegung zusammen. Übersetzung in etwa:

Beachte die Regel der Drei.
Was du gibst, wird zu dir zurückkommen.
Diese Lektion musst du lernen.
Du bekommst nur, was du verdienst.

Anschließend rumpelt es düster vor sich hin. Ich stelle mir vor, dass der Drummer auf leeren Ölfässern spielt. Was sollte man heute auch sonst mit diesen Relikten einer goldenen, gestrigen Zeit machen? Der primitive Rhythmus übt einen starken Sog aus. Eine erst ab- und dann aufsteigende Basstonfolge bereitet die Öffnung des tief hängenden Nachthorizonts durch die Streicher mit einer wunderschönen Melodielinie vor. Die Antithese zum dumpfen, schleppenden Beat. Ein buchstäblicher Himmel voller Geigen tut sich über der pechschwarzen Erdennacht auf. Eine leicht verzerrte E-Gitarre, die das Streichermotiv variiert, wirkt wie eine bedrohliche Gewitterwolke. Und dann statt des Blitzes, eine Pause, in die Beth Gibbons Stimme hineinsingt. Sie hat sich verändert. Nicht mehr ganz so traurig, irgendwie ausgeglichener, auch wenn die Textzeilen weiterhin ausweglos scheinen:

Empty in our hearts
Crying out in silence
Wandered out of reach
Too far to speak
Drifting unable

Später dann ein repetitives Gitarrenmotiv voller Wärme und Hoffnung. Plötzlicher Schnitt, das Spiel ist aus. Was für ein phantastischer Albumopener. Erinnert in seiner Mischung aus Bedrücktheit und Engelhaftigkeit stark an Massive Attack's Mezzanine von vor zehn Jahren.

Versionen auf jutub: Album, Live
 
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[music, songs] There is a song on Loveless I never warmed up to: To Here Knows When. It sounds like a tape being played on a crappy tape deck which cannot hold a constant speed. Like when my old Saba cassette recorder from 1975 tried to play classical piano music. I have become rather allergic to that sound even more than to half-boiled potatoes which I can't stand neither and I prefer that musicians leave the whining to the dogs. They are better at it. More authentic, if you know what I mean. Another thing which bothers me about the song is that I cannot hear a tune. Just annoying melody bits covered in a muddy production. Bilinda Butcher's soft hushed voice doesn't save it at all, its unobtrusiveness even aggravates the dullness factor. I can say two positive things about the original version by My Bloody Valentine though. First the lyrics - don't laugh - and second the coda. The lyrics could be about this great thing called sex (after a long abstinence?), just have a look at the second verse:

Slip
Your dress
Over your head
It’s been so long
Move
On top
Because that way
You touch her too

The coda sounds rather neutral and serves perfectly to rise the tension. It is a phantastic interlude before the next song. During its minute or so in my head I anticipate the blasting start of When You Sleep, my fave song on the album, a glorious, kicking wake-up song if there ever was one.

Why all this talk? Because I heard a version of To Here Knows When - by a band that covered the whole MBV album - which reveals the hidden beauty of that song. It is calm and reserved. The cello which takes the part of Bilinda Butcher's voice to me sounds like a child cautiously caressing a wild animal. The dead original is resuciated into a fragile and sensitive being. The coda isn't as good though and the next song is a pretty boring cover of my fave on Loveless. But that's okay with me. Like REM they come from Athens, Georgia and not so like REM they can often not hide a certain penchant for country music.
 
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[music, songs] sleeping is bad for you
smoking isn't good for me #1
yesterday after lunch - a delicious curry with green chili sauce, vegetables and prawns - i moved over to the mauve leather sofa in the living-room and switched on the jukebox to listen to some music. the jukebox was in shuffle mode, i need surprises without them i feel like a dead man. don't remember anymore what the first song was. i was drowsing, not slumbering yet, just a second or two before - my favourite state. a life in semi-somnolence, that would be it. anyways a song came up i hadn't heard before. i thought this wasn't possible. how could i not know of this song? one of those songs which seem familiar but aren't yet. or maybe they are because they reside in your brain even if you have never listened to them. in everyone's brain. in the general unconscious. i forgot the jungian or freudian term, whatever. the song is called sweet charity. the album california. the band is mr. bungle. i think the singer is the same as the one from faith no more whom i don't know neither. funny guy. seems to lack in attention span. he has to change the rhythm and tune of his songs at least every 30 seconds. a musical chamaeleon. a little bit like zappa especially concerning the jazz influences (not too apparent here though). but he has the better voice and he doesn't annoy me as much. bobaba. bobaba. bobaba. is there anything cooler than that?
 
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