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close your eyes : Tags : literature
link (no comments) ... comment [literature] Tuesday, 4. September 2007, 21:19 Wenn ich von der Edition Büchergilde irgendwo lese, möchte ich immer sofort Mitglied werden. Dunkle Erinnerung an schön gebundene Bücher. Meine Eltern waren mal Mitglied in den Siebzigern oder noch früher. link (one comment) ... comment [literature] Thursday, 23. August 2007, 20:55 Terrorismus und Weltliteratur Gudrun Ensslin hat anscheinend in Stammheim Moby Dick gelesen. Nicht nur das, sie hat sogar die Decknamen der RAF-Terroristen aus dem Roman genommen, wenn man Stefan Aust Glauben schenken darf (s. sein Interview mit der FAZ). Und die Personen aus dem Buch scheinen charaktermäßig ziemlich gut mit den Terroristen übereinzustimmen. Das wird im Interview ausgeführt. Eine kurze Liste: Kapitän Ahab = Andreas Baader Starbuck, der erste Steuermann = Holger Meins Zimmermann = Jan-Carl Raspe Quiqueg = Gerhard Müller Kapitän Bildad = Horst Mahler Smutje = Gudrun Ensslin Und schlussendlich: Moby Dick = der Staat Ulrike Meinhof fehlt hier natürlich. Sie war zu dem Zeitpunkt schon lange in die ewigen Jagdgründe abgestiegen. Ich habe den Schinken ja nie gelesen, der Plot war mir zu dürftig, die Besessenheit Ahabs hat mich abgestoßen, diese Schwarzweißdenke inklusive der Idee der Rache fand ich immer so dermaßen infantil und regressiv. Der weiße Hai (Gott was ein öder Film) hat mir vollkommen gereicht, was den Kampf Mensch gegen die übermächtige Bestie angeht. Aber ich muss gestehen, dass mich die Konkordanz zwischen Moby Dick und RAF überzeugt. Vielleicht sollte ich es mit dem Buch doch noch einmal versuchen. Weil die RAF hat mich damals schon irgendwo fasziniert. link (2 comments) ... comment [literature] Wednesday, 22. August 2007, 07:33 Strindbergs jüngste Tochter mit 105 gestorben link (no comments) ... comment [literature] Thursday, 12. July 2007, 22:08 WDR3 widmet Björn Kern, der um 20 Stimmen am Publikumspreis beim Bachmannvorlesen vorbeigeschrappt ist, um elf eine Sendung. link (no comments) ... comment [literature] Saturday, 30. June 2007, 13:08 Bachmannpreis, letzter Lesetag Ganz klar der beste Text für mich dieses Jahr war Eine halbe Stunde noch von Björn Kern. Die abgehobene Jury, die völlig hinterm Mond lebt in ihrem ästhetischen Wolkenkuckucksheim mit der einzigen wahren Erzählperspektive und dem hippen PeterLichtSoLustigFinden, hat es nicht gemerkt. Hat die Augen geschlossen vor dem sehr plastisch und einfühlsam geschilderten Horror des körperlichen und geistigen Verfalls eines Menschen weil sie den Blick darauf nicht aushalten konnte? Bis auf Karl Corino und Klaus Nüchtern. Wenn wie hier Realität und Literatur zusammenstoßen und es kracht: genau da interessiert mich Literatur. Mal ganz im Ernst, der Jury sollte man wirklich ein Ticket für einen Trip auf die dunkle Seite des Mondes spendieren. Da könnten sie dann soviel sie wollten eitel und distinktionsbedürftig abstrakt über Formales herumschwadronieren ohne dass es jemandem wehtun würde. Die haben jeglichen Bezug zur Realität verloren. In die gleiche Kerbe (wie ich) schlagen übrigens auch noch andere Blogger. Hella Streicher zum Beispiel. link (5 comments) ... comment [literature] Friday, 29. June 2007, 22:24 Bachmannpreis Jochen Schmidt's Kosmonautentext war sehr gut, wird aber leider nicht den Hauptpreis gewinnen, ganz ganz vielleicht den Publikumspreis. Von Peter Licht hatte ich nichts erwartet. Er hat nichts abgeliefert. In einer banalen, lieblosen Alltagssprache schreibt er langatmig über Dinge, die es gar nicht gibt. Ein bisschen dunkler Humor blitzt auf, aber das Ganze ist eine reine Hirngeburt, körperlos und seelenlos. Mehr dada und weniger nada wäre besser gewesen. Unglaublich die enthusiastische Reaktion der meisten Kritiker (bis auf Rakusa und Corino). Merken die denn nicht, dass sie wie schon letztes Jahr wieder verarscht werden? Eine nichtssagende, hohle Eloge von Nüchtern, die sich wie eine Selbstkarikatur als Literaturkritiker anhört. Radisch et al. stimmen ein in den Jubelchor. "Ihr habt se doch nicht mehr alle an der Latte" möchte man dazwischenrufen. Peter Licht, der natürlich von Anfang an bei mir verschissen hatte weil er sich nicht traute, sein Gesicht in die Kamera zu halten. Scheint eine Masche bei ihm zu sein (bei dem nicht lustigen Komikerschmidt scheint er dasselbe gemacht zu haben), davon wird es aber um keinen Deut besser. Dass, glaube ich, alle Kritiker in Jochen Schmidt's Text einen Astronauten als Ich-Erzähler identifiziert haben, hat mich auch ziemlich überrascht. Wegen der kleinsten sprachlichen Unebenheiten machen sie Zwergenaufstände, aber sie können noch nicht mal zwischen Amerikanern und Russen unterscheiden. Arme Kritikerzunft. Bei dem jungen Mangold stören mich seine ausgeprägten Showmanfähigkeiten und sein Hang zu literaturtheoretisch verbrämter Originalität. Hört sich oft interessant an, geht aber häufig völlig am Text vorbei. Z.B. beim Stavaric. Der wahrscheinlich mein Lieblingstext bisher war, knapp vor Jochen Schmidt. Interessant, dass ein gewisser Frauentyp, u.a. die Radisch, auf diesen Text so überhaupt nicht steht. Frage mich politisch inkorrekt, ob dieser Frauentyp schon mal guten Sex gehabt hat. Das ist der Svende Merian-Typ. Zur Info: es geht um eine Frau zwischen zwei Männern, um Sex, um imaginierte Gewalt (von Mann zu Mann, angestachelt durch die Frau) und um den Palmdieb, ich glaube, das ist ein Tier, das es wirklich gibt (nach Corino). link (no comments) ... comment ... Next page
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last updated: 2008-07-01 19:32 subscribers: 344 contact: alex63 at bigfoot dot com 40 years, 40 albums why this is called close your eyes some photos Youre not logged in ... Login
Eine Stunde ohne Licht
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